Dienstag, 16. April 2013

# 15

Ich schaue mit meinen Eltern fern. Nebenbei habe ich auf meinem Handy Facebook offen und eine echt gute Freundin schüttet mir all ihre Probleme hin. Ich versuche ihr zu helfen und tu' das ja auch gerne. Schließlich sind Freunde für genau das da.
Meine Mutter steht auf und ganz spontan hüpfe ich auf und umarme sie, da ich in mein Bett will.

Plötzlich ist mir total schwindelig. Ich bin noch in der Umarmung meiner Mutter. Ich atme laut und stoßweise  Hören kann ich nichts außer meinen Atem. Alles ist schwarz. Es fühlt sich an wie in einem Traum. Ein schlechter Traum. Irgendwie kann ich mich nicht mehr halten. Es ist als würden meine Sinne nachlassen. Ich glaube, dass ich falle und als ich die Augen öffne, merke ich, dass ich wirklich auf dem Boden liege. Ich atme immer noch unkontrolliert. 

Während ich mich darauf konzentriere wieder normal zu Atmen sagt meine Mutter ziemlich ungerührt "Spinnst du? Du kannst dich doch nicht einfach so fallen lassen?" Ich rühre mich nicht und hoffe, dass es einfach nur ein Traum ist. Diesmal mit einer etwas einfühlsameren Stimme höre ich meinen Namen. Meine Mutter strekt mir ihre Hände entgegen. Ich stehe auf und sie fragt mich, was los war. Ob mir schwindelig war. Mit einem kurzen wahrscheinlich bin ich dann auch schon weg.
Oben im Bad fange ich dann richtig zum heulen an. Alles kommt hoch. Das ständige Rumkommandieren von meinem Vater, das Scheiß-Gefühl IMMER für jeden da zu sein, aber dass mir selbst nie geholfen wird. Und dann noch das grade: "Spinnst du?"


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